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Ötzi – Der Mann aus dem Eis

Es war im Jahr 1991, als damals die zwei Nürnberger Erika und Helmut Simon ihren Urlaub in Südtirol verbrachten. Beim Abstieg einer Tour entdeckte das Ehepaar eine bis zur Hüfte aus dem Eis ragende Leiche.

Diese Auffindung revolutionierte das bisherige Wissen über die steinzeitliche Lebensweise der Menschen im alpinen Raum. Medien aus aller Welt interessierten sich für den Fund der Mumie.

Die Leiche wurde mit zwei Hubschraubern durch einen Gerichtsmediziner sowie durch einen Gendarmen geborgen und wurde nach Innsbruck gebracht. Nachträglich wurden noch mehrere Ausrüstungsteile geborgen. Unter anderem sei ein Beil gefunden worden, auf dessen genauere Beschreibung hin Messner das Alter der Leiche auf 500 bis 3.000 Jahre datiert.

Inzwischen bahnte sich ein Konflikt zwischen den italienischen und österreichischen Behörden an. Beim Fund der Mumie wurden damals die italienische sowie die österreichische Gendarmarie benachrichtigt. Die italienischen Behörden winkten zunächst ab, somit wurde Ötzi von österreichischen Behörden und Gendarmen geborgen. Neuvermessungen zufolge stellte man fest, dass der historische Fund um 92,56 Meter auf italienischer Seite liegt.

Es folgten unzählige und aufwendige Untersuchungen an Materialien und am Leichnam selbst. Die wissenschaftlichen Analysen wurden in Innsbruck, im Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz und in vielen anderen Instituten – verstreut über den gesamten Globus - durchgeführt.

Schlussendlich stellte sich heraus, dass Ötzi zwischen 3.350 und 3.100 v.Chr. verunglückte. Seit 16. Jänner 1998 befindet sich der „Mann aus dem Eis“ mit allen gefundenen Materialien im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen.