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Kulturerbe Ötztaler Mundart

Der Ötztaler Dialekt wurde im Jahr 2010 von der UNESCO zum „immateriellen Kulturerbe“ erklärt.

Die Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe bezeichnet die Ötztaler Mundart als „das am meist prägendste Element der lokalen Identität der Bevölkerung des Ötztals“. Die rund 900-jährige Tradition wird noch heute von jung und alt weitergegeben.

Jeder im Ötztal verwendet den Dialekt, sei es in der Arbeit, zuhause bei der Familie, oder auch bei verschiedensten Anlässen im Tal. Sogar in der Schule sprechen die Lehrer und die Schüler im Ötztaler Dialekt. Für uns gehört dies zur Erziehung dazu, weil wir sind ja „Einheimische“!

Natürlich gibt es hin und wieder gewisse Worte, die heutzutage nicht mehr gebraucht werden. Heute werden einige Worte aus der deutschen Sprache abgeleitet, früher hingegen hatten manche Dinge eigene Bezeichnungen, die heute fast keiner mehr kennt.

Im ganzen Ötztal wird aber auch nicht überall gleich gesprochen. Besonders im hinteren Ötztal bei Sölden wird einem schnell klar: hier handelt es sich um den „echten“ Ötztaler Dialekt. Auf jeden Fall sind wir stolz auf unseren Dialekt und präsentieren gerne einige Auszüge davon...

Hier ein paar Wortbeispiele des Ötztaler Dialekts:

aniede - jede
beäses - schlechtes
braine - die Bräune
dilla - Dachboden
eärlach - wahr
Furmenta - Murmeltier
goggele - Ei
Granten - Preiselbeeren
Gröttn - Schubkarren
hale - glatt, rutschig
Lenen - Lawinen
lugge - locker
Nale - Großmutter
Nene - Großvater
Pulla - Henne
schmoaß - Glück
Tatte - Vater
Thaia - Hirtenhütte

Folgender Link führt zum Bericht der UNESCO Nationalagentur...
http://nationalagentur.unesco.at/cgi-bin/unesco/element.pl?eid=26