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900
Längenfeld Längenfelder Becken von See bedeckt
Bis um 900 nach Christus befand sich wahrscheinlich das Längenfelder Becken unter Wasser und bildete einen See. Auf der Spitze dieses Gebietes wurde ein urzeitlicher Schalenstein gefunden, der diese Vermutung untermauert. 1000
Umhausen Umhausen - älteste Dauerbesiedelung
In den ältesten Urkunden des Klosters Frauenchiemsee hieß das Dorf Umbhausen und Umbehusen. Bereits um 1000 n. Ch. kommen bajuwarische Einwanderer, die sich in dem vorerst nur als Weidegebiet genutzten Talbecken niederlassen.
Von den weltlichen Grundherren aus dieser Zeit machen sich vor allem die Hirschberger einen Namen, die in der Gegend sogar eine Fliehburg besitzen, und die Starkenberger. in deren Besitz der heute noch existierende Turn war, ein turmartiges Gebäude, das als Getreidespeicher benützt wurde. Bereits 1465 wird in Umhausen ein Dorfmeister genannt, der dem heutigen Stand eines Bürgermeisters entspricht. 1145
Umhausen Nidirtaige - Niederthai
Urkundlich belegt sind die Nennungen Nidirtaige (Niederthai) In den Chroniken des Klosters Ottobeuren, das zu Frauenchiemsee gehörte, werden hier Schwaighöfe erwähnt. Um 1600 bestehen in Niederthai bereits 25 Bauerngüter, die dem Stift Frauenchiemsee, dem Pflegeamt Imst, dem Schloß St. Petersberg bei Silz un der Kirche Umhausen abgabepflichtig sind. Neben Feldwirtschaft, Ackerbau und Viehzucht sind in früheren Jahrhunderten der Anbau und die Verarbeitung des Flachses eine bedeutende Erwerbsquelle der Niederthaier Bauern. Seit den 1950er Jahren hat sich das Ortsbild durch die Aussiedlung von 12 Bauernhöfen und durch das Entstehen zahlreicher Fremdenverkehrsbetriebe und Einfamilienhäuser stark verändert.
1150
Sölden Erste Erwähnung von Sölden
Im 6. Jahrhundert wird das Ötztal von Bajuwaren besiedelt, was zur Folge hatte, dass bayrische Klöster und Adelige oftmals in dieser Region großen Grundbesitz inne hatten. Großer Grundbesitzer in dieser Region sind die Herrn von Ronsberg, schwäbische Adelige, welche im Jahre 1150 dem Kloster Ottobeuren Schwaighöfe in „Seldon" schenken. Der Name Sölden leitet sich vom Wort „selda" ab und bedeutet "kleiner Hof Aufgrund seiner abgelegenen Lage gehen die meisten Ereignisse der Geschichte am Tal spurlos vorüber, sodass bis ins 19. Jahrhundert sowohl die Erwerbszweige, als auch der Lebensstil sich nicht grundlegend ändern.
Aufgrund des aufstrebenden Alpinismus und des gesteigerten Interesses am Gletscheralpinismus bekommt Sölden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Ruf einer Tourismusgemeinde. 1166
Ötz "Etze" (Oetz) wird urkundlich erwähnt
Als eine der frühesten Siedlungskerne des Ötztales, wird Ötz bereits 1166 als „Etze“ erstmals urkundlich erwähnt. 1284 geht das Eigentum über den Ort an Meinhard II. von Tirol über. Infolge dieses Ereignisses wird Ötz dem Gericht St. Petersberg unterstellt. Die Herrn von Auenstein, benannt nach einer Burganlage im Ortsgebiet von Ötz, werden zu Richtern von Petersberg bestellt. Das Adelsgeschlecht verlegt seinen Sitz zum Gericht und lässt bereits im 13. Jahrhundert Auenstein verfallen.
Neben landesherrlichen Besitz war das Kloster Frauenchiemsee der bedeutendste Grundherr, welches 13. Jahrhundert einen Meierhof errichtet. Später wird das Gebäude in ein Gericht umgebaut und die Fassade 1615 bzw. 1753 mit Fresken geschmückt. Heute ist das Gebäude als Gasthof „zum Stern“ bekannt. 1220
Umhausen Kirchenbau in Umhausen
Schon 1220 wird in Umhausen eine kleine Kirche genannt; sie gilt als das älteste Gotteshaus im Tal. Die hl. Vitus Kirche wird 1482 im Stil der Spätgotik erweitert und auf den heutigen Stand gebracht. Anlässlich einer Restaurierung in den 1960er Jahren entdeckte man an der Außenwand bemerkenswerte Freskenfragmente aus dem 14. und 15. Jh.
Nach der verheerenden Katastrophe von 1762 errichtet man an der Nordseite der Kirche eine schöne Votivkapelle zu Ehren des hl. Johannes von Nepomuk. 1240
Längenfeld Erste Erwähnung von Huben
Ab 1317 werden auch in Huben Schwaighöfe bezeugt, wobei der Name Huben sich wahrscheinlich vom Namen „Hube“ ableitet, wobei dieses Wort einen Hof zur Versorgung einer Familie bedeutet. 1241
Sölden Urkundliches von Vent
Vent wird erstmals erwähnt als "Vende im Tale Snals" 1241 wird Vende als Eigentum des Grafen von Ulrich von Ulten genannt. Auch die Besitzer der sogenannten Schwaighöfe waren laut Urkunden um 1322 im Süden beheimatet. "Vende versus Etztal" um1327 und "Vend vallis Snals" um 1342 belegen dies. Vent gehörte gerichtlich seit alters zum Gerichtsbereich Kastelbell. Erst 1826 wird Vent dem Langericht Silz zugeteilt und 1849 der Gemeinde Sölden angeschlossen.
1860-72 ist Franz Senn Kurat von Vent, der als Vater des Gletscheralpinismus und des Tourismus im Ötztal gilt. Er errichtet die erste Touristenherberge „zum Kuraten". 1250
Längenfeld "Lenginvelt" - Längenfeld
Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird Längenfeld um 1250, als in einer Urkunde der Besitz von Gütern in "Lenginvelt" durch die Herren von Montalban beschrieben wird. Die erste Siedlung auf dem Gemeindegebiet von Längenfeld war wahrscheinlich am Burgstein, welche schon zur Zeit des Sees existiert haben könnte.
Im 13. Jahrhundert werden im heutigen Ortsgebiet in Quellen 40 Höfe und ein Gasthaus genannt. Genauere Aufzeichnungen gibt es ab 1288 durch die Urbare von Meinhard II, dem als Grundherrn 18 Höfe und als Vogt des Stiftes Chiemsee 14 Höfe unterstanden. Neben der Viehwirtschaft wird ab dem 14. Jahrhundert vor allem der Flachsanbau und dessen Verarbeitung zur Haupteinnahmequelle des Ortes. Längenfeld gehörte wie alle Gemeinden des Ötztales zum Gericht Petersberg, welches in der Gemeinde zweimal im Jahr einen Gerichtstag abhielt. Längenfeld als politische Gemeinschaft wird erstmals 1627 im Grundsteuerkataster von Petersberg als Kirchspiel und Hauptort des Gerichts Petersberg bezeichnet. 1250
Sölden Gurgl - Ort im Gletscherkranz
Der Name Gurgl hat sich aus dem Namen "Gurgall" entwickelt, was soviel wie "Ort im Gletscherkranz" bedeutet. Die Besiedelung von Gurgl erfolgt nicht über das Inntal sondern über das Vinschgau. 1250 kommt es zur ersten Nennung des Ortes, als ein „Heberhardus von Gurgele" in einer Urkunde erwähnt wurde. Zu dieser Zeit wurde das Gurgeltal noch dem Gericht Passeier zugeordnet. 1286 wurde es aber bereits in den Akten des Gerichtes Petersberg geführt und gehörte somit zum Ötztal. Die Ertragslage der Landwirtschaft war so gering, dass es sogar einmal einen Schwur der Bevölkerung gab, nicht mehr zu heiraten, um die Einwohnerzahl zu senken. Dieses Gelübde wurde zwanzig Jahre lang eingehalten.
Wie auch Sölden brachte erst der Anstieg des Tourismus Veränderungen im Ort. 1259
Ötztal Die Ötztaler Ache
Die Ötztaler Ache wird erstmals als "fluvius dictus Ez" urkundlich erwähnt. Auf der von Peter Anich 1763 gezeichneten Tirolkarte, welche die beste und genaueste Karte war, die es damals in Europa gab, steht die Bezheichnung "Ötztaler Bach". Das Wort Ache wird vom althochdeutschen "aha" bzw. vom lateinischen "aqua" abgeleitet.
1269
Sölden "Tzwiselstayn" - Zwieselstein
So dürfte auch die Namensgebung der Ortschaft leicht ableitbar sein, denn hier teilt sich oder "zwieselt" sich das Tal. Dieser Name taucht bereits in Urkunen des 13. Jhs. auf. 1269 erhält Graf Meinhard von Tirol drei Höfe im Oetztal ".. tes in Eztal in Walde et Tzwiselstayn" von Graf Heinrich von Eschenbach. In späteren Urkunden um 1347 und 1367 wird "Zwiselstain" geschrieben.
1270
Ötztal Verkehrsweg ins Ötztal
Erste Erwähnung von "Ötztbruck" Urkundliche Nennung von Ötzbruck bei Roppen, wo eine Brücke über den Inn bestand. Von hier aus führte der älteste Verkehrsweg über Sautens ins Ötztal.
1285
Sölden Die Rofenhöfe
Der Name Rofen wird aus zwei Deutungen aus dem Romanischen abgeleitet: "rovanu" (Rain) und "rovina" oder "ruina" (Bergsturz) Die „Rofenhöfe" auf 2014 Meter Höhe, welche zu den höchsten ganzjährig bewirtschafteten Landwirtschaften Tirols gehört. Aufgrund der Lage wird ihm von den Landesherrn besondere Rechte eingeräumt. Von 1350 an untersteht der Rofenhof direkt dem Burggrafen von Tirol und besitzt Fischerei, Jagd und Asylrechte, Burgfrieden und Steuerfreiheit. 1496 werden diese besonderen Rechte durch Kaiser Maximilian bestätigt. Die Steuerfreiheit bleibt bis 1849, der Burgfrieden bis 1826 erhalten.
1300
Ötztal Schutz vor Wildwasser
Urkunden berichten schon über den Bau von Archen zum Schutz der Siedlungen und Wälder und zur Zähmung der wilden Bergwasser im Ötztal. Der Landesfürst erlässt seinen Bauleuten im Ötztal, die durch Überschwemmungen und Murbrüche großen Schaden erlitten haben, für mehrere Jahre Grundzinse und Steuern.
1312
Sautens Sautens wird erstmals urkundlich erwähnt
Erstmals wird Sautens als „Soute“ im Jahre 1312 urkundlich erwähnt. Sautens wird schon früh besiedelt, wobei nicht klar ist, ob der Ort bereits in prähistorischer Zeit schon existierte. Im dreizehnten Jahrhundert befinden sich jedenfalls einige Höfe auf dem heutigen Ortsgebiet. Diese waren im Besitz verschiedenster Grundherrn.
1629/30 fiel der Großteil der Bevölkerung einer Pestepidemie zum Opfer, welche angeblich aus dem Lechtal eingeschleppt wird. Im 16. Jahrhundert war der Bergbau neben der Landwirtschaft die wichtigste Einnahmequelle: Aus den Kupferkiesgruben wurde Kupfer abgebaut, dieses wurde zum „Arzkasten“ nach Roppen transportiert und über den Inn nach Brixlegg verschifft, wo das Erz bearbeitet wurde. |
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