Der Blog rund um das Ötztal - Geschichten, Neuigkeiten, Menschen,...

Die besten Tipps für den Wanderurlaub mit Hund im Ötztal

Die besten Tipps für den Wanderurlaub mit Hund im Ötztal

Das Ötztal ist ein wahres Paradies für Wanderfreunde: So wartet die schöne Region in Tirol mit tollen Bergen wie der Wildspitze und beeindruckenden Wasserfällen wie dem Stuibenfall auf, die auf den rund 1.300 Kilometern an Wanderwegen erkundet werden können. Auch, wer mit seinem Hund im schönen Ötztal Urlaub macht, kommt hier voll auf seine Kosten. Hier die besten Tipps für die Wanderung mit der Fellnase.

Zwei- und Vierbeiner sind immer am liebsten gemeinsam bei schönen Wanderungen durch die Natur unterwegs. Kein Wunder: Während wir im Grünen vom Alltagsstress abschalten und uns wieder auf uns selbst besinnen können, kann sich der Hund so richtig austoben und spannende Dinge in der Natur entdecken. Doch damit bei der Wanderung mit der Fellnase auch alles problemlos verläuft, sind ein paar Dinge zu beachten.

Rücksicht auf die Natur und die tierischen Bewohner

Selbst, wenn der gewählte Wanderweg menschenleer scheint: Wir und unser tierischer Freund sind nicht alleine in der Natur unterwegs! Daher ist es wichtig, bei einer Wanderung Rücksicht auf die Natur und die tierischen Bewohner zu nehmen. Denn Hunde verfügen über einen angeborenen Jagdtrieb und können dadurch nicht nur andere Tiere, sondern auch sich selbst gefährden. Gerade in der Brut- und Setzzeit, in der die Wildtiere ihre Junge auf die Welt bringen oder ihre Eier ausbrüten, gilt in manchen Bundesländern eine absolute Leinenpflicht. In Tirol ist die ganzjährige Leinenpflicht jedoch nicht einheitlich geregelt.  Grundsätzlich obliegt die Regelung der Leinen- und Maulkorbpflicht also immer den Gemeinden selbst.

Am 15. Juli endete zwar die Brut- und Setzzeit und damit auch der verschärfte Leinenzwang, dennoch sollten wir, um die tierischen Bewohner der Natur nicht zu stören, unsere Hunde nicht überall in Wald und Wiese herumtollen lassen. Selbst, wenn der Hund angeleint ist, hat er noch die Möglichkeit, in Bächen zu plantschen, Graserl zu fressen und die Natur zu erkunden – und zwar, ohne Rehe oder Enten zu gefährden.

Während kleine Wiesen- und Waldbewohner keine Gefahr für den Hund darstellen, sieht das bei Almvieh schon etwas anders aus. In der Vergangenheit wurden Wanderer mit Hund bereits mehrmals von Kuhherden oder Steinböcken angegriffen, weil diese sich durch den Hund bedroht gefühlt hatten. Daher sollten bei Wanderungen mit dem Hund grundsätzlich einige Verhaltensregeln beachtet werden. Neben dem Anleinen der Fellnase sollten Wanderwege wenn möglich nicht verlassen werden. So bleibt man in gewisser Distanz zu weidenden Tieren und verhindert, dass der Vierbeiner diese jagen möchte und dann von ihnen als Feind wahrgenommen und angegriffen wird.

Sowohl für Zwei- als auch für Vierbeiner sind Wanderungen ein tolles Erlebnis: Bild: fotolia.com / DoraZett

Pausen und benötigte Ausrüstung

Wer mit dem Hund wandern geht, benötigt natürlich nicht nur für sich selbst einiges an Ausrüstung, sondern auch für die Fellnase müssen einige Dinge unbedingt mitgenommen werden. Dazu gehören beispielsweise

- ein Erste-Hilfe-Set bestehend aus Mullbinden, Zeckenzange, Desinfektionsspray und Verbandsmaterial
- je nach Wetter eine Decke sowie Schutzkleidung für den Hund
- ein Tragegurt oder Hunderucksack, falls der Hund zu müde wird
- Trockenfutter und Leckerlis sowie Wasser und ein Reisewassernapf für wasserarme Abschnitte auf der Wanderstrecke
- Leine und Maulkorb
- Booties, kleine Söckchen, die die Pfoten des Hundes vor Verletzungen schützen Hundekotbeutel

Egal, wie aktiv und neugierig der Vierbeiner auch ist, bei anspruchsvollen Wanderungen wird er früher oder später ermüden. Gerade bei warmen Temperaturen möchten auch Hunde es in der Regel langsamer angehen lassen. Daher ist es wichtig, genügend Pausen einzulegen, in denen sich der Vierbeiner mit Trockenfutter oder Leckerlis wieder stärken kann. Die Wanderung sollte an Seen und Wasserläufen entlangführen, damit sich die Fellnase immer wieder im Wasser abkühlen oder etwas trinken kann. Hat der tierische Freund keine Lust mehr auf die Wanderung, schaffen der Tragegurt oder der Hunderucksack Abhilfe.

Schöne Wanderstrecken im Ötztal

Im Ötztal gibt es eine ganze Reihe an tollen Wanderstrecken, die nicht nur Herrchen oder Frauchen, sondern auch dem Vierbeiner gefallen werden. Empfehlenswert sind beispielsweise Wanderungen zum Stuibenfall und am Tauferberg, aber auch ins Grastal und zum Narrenkogl.

- Der Stuibenfall bei Umhausen ist Tirols schönster und größter Wasserfall und stürzt sich 150 Meter in die Tiefe. Geheimtipp: Von Mai bis Oktober wird der Wasserfall jeden Mittwochabend bis 24 Uhr beleuchtet!

- Der Tauferberg ist der größte Bergsturz der Ostalpen. Durch ihn führt ebenfalls eine beeindruckende Wanderstrecke, die größtenteils von einem märchenhaften Wald umgeben ist.

- Noch nahezu unberührt ist das Grastal. Der höchste Punkt der Wanderung ins Grastal ist die Mahdebene, bei der ein toller Ausblick auf Niederthai und über das Ötztal genossen werden kann. Anschließend geht es weiter Richtung Brand mit einem genauso schönen Ausblick.

- Der Narrenkogl von Niederthai ist zwar nur 2.309 Meter hoch, ist aber trotzdem ein toller Aussichtsberg zu den Lechtaler Alpen, der Zugspitze, der Seelenkögel, dem Hochfürst und über das gesamte Ötztal.

Wer sich für einen Wanderurlaub im Ötztal entscheidet, kommt hier also voll auf seine Kosten – und findet tolle Wanderwege, die auch dem tierischen Freund Möglichkeiten zum Austoben und Erkunden bieten.

Fazit
Sowohl Herrchen oder Frauchen als auch Fellnasen können bei einem Wanderurlaub im Ötztal die beeindruckende Natur erkunden – von tollen Bergen bis hin zu atemberaubenden Wasserfällen. Der Stuibenfall und der Narrenkogl sind nur einige Beispiele, entlang derer empfehlenswerte Wanderwege verlaufen. Doch wer mit seinem tierischen Freund wandern gehen möchte, muss auch einiges beachten. Zum einen ist bei der Ausrüstung an Zubehör für den Hund zu denken, zum anderen sollte dieser während der Wanderung angeleint bleiben, damit er nicht überall herumtollen und andere Tiere oder die Natur gefährden kann. Werden diese Dinge beachtet, steht einem tollen Wandererlebnis mit dem Hund nichts mehr im Weg.

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben