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Nach Gilbert in Umhausen – Nik P. in Ötz

Nach Gilbert in Umhausen – Nik P. in Ötz

Noch vor wenigen Tagen kummervolle Blicke Richtung Himmel – und nun - endlich Sommer – Sonne – Partytime und eine Open Air-Show der Superlative!

Verantwortung dafür trägt heuer bereits zum siebten Mal der Wirtschaftsbund Ötz. Nach dem Corso Anfang Juni – wiederum ein Highlight des WiSo´s.

An die fünfzig Wirtschaftstreibende sind richtig stolz auf ihren Verein, in dem es in erster Linie um zwischenbetriebliche, unentgeltliche Zusammenarbeit geht. „Gemeinsam Akzente setzen“ lautet ihr Motto – im Vordergrund steht die Menschlichkeit. Diese Einstellung der Beteiligten ist eine Einzigartigkeit mit Vorbildcharakter für das gesamte Tal. Sogar Bernhard Riml verneigt sich davor. In regelmäßigen Zusammenkünften werden Probleme besprochen und Lösungsversuche angesetzt. So hat jeder Betriebsinhaber das Gefühl, mit seinen Sorgen nicht allein gelassen zu werden. Ich habe den Eindruck gewonnen, einer Art „Selbsthilfegruppe“ begegnet zu sein. Eine Gemeinschaft ohne Konkurrenzdenken – herzliche Gratulation!

Die Bestätigung dafür erhalte ich von Ronald Fiegl in seiner Werbeagentur „STUDIOELF“: Eine jugendlich frische Atmosphäre umgibt mich in seinen Arbeitsräumen. Herausragend ist Mark Twains „Menschen mit neuen Ideen gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat“ - für Ronald zutreffend, seiner Ansicht nach. Als ausgezeichneter, ehrgeiziger Schüler bekannt, ist er während seiner weiteren Berufsausbildungen dieser Linie treu geblieben und wagt im März dieses Jahres mit Unterstützung seiner Familie den Sprung in die Selbstständigkeit. Der Kunde findet Angebote in den Bereichen Corporate Design, Grafik Design, Web Design und Public Relations. Gemeinsam mit Mitarbeiterin Marion Regensburger (Office, Print + Web Betreuung) hat er nach anfänglichen Zweifeln die Karriereleiter bereits erklommen. Sein strahlendes Lächeln beweist, dass er auf dem richtigen Weg ist. Alles Gute für die Zukunft dem sympathischen Vierundzwanzigjährigen, gebürtigen Heilig Kreuzer!


So – aber jetzt ab in die Arena! Bei noch etwa 28 Grad trudeln langsam die Fans auf dem überdachten Postplatz ein – auf der Suche nach einem gut platzierten „Aussichtsbankl“: leicht bekleidet, sonnengebräunt, strahlend, gestylt, erwartungsvoll, noch etwas zurückhaltend harren sie geduldig der Dinge!

Der erste Stargast, Stefano, trinkt noch gemütlich sein Mineralwasser. Der 20Jährige Haiminger hat bereits vier CD´s produziert, ein Lied stammt von Schlagerstar Gilbert. Lässig und locker macht er sich auf den Weg zur Bühne …. und ….. mit einem Sprung, begleitet von einem Riesenapplaus ist er wie ausgewechselt … ein Vollprofi, der seine Musik und seine Person geschickt „rüberbringt“.

Nach Stefanos Schlagerteil – steht jetzt etwas ruhig Besinnliches auf dem Programm. Die hübsche, zierliche, dunkelhaarige Interpretin ist Eva K. Anderson. Mit ihren 33 Jahren stürmt sie die Singlecharts. Ihre Musik ist geprägt von einfühlsamen, romantischen Pop- Balladen mit biografischen Inhalten. Als Komponistin und Texterin von Christina Stürmers „Ich lebe“ hat sich die Steirerin einen Namen gemacht. Sie absolvierte im Zuge ihrer HBLA-Ausbildung ein Praktikum im Hotel Gotthard, Obergurgl.

Jeder Künstler ist versucht, eine berufliche oder persönliche Verbindung zum Ötztal herzustellen.

21Uhr: Thomas Cavazzini – ein wahrer Ohrenschmaus!
Der ausgebildetet Opernsänger (4 Oktaven) singt sich in die Herzen seiner Fans mit ausgewählten Titeln aller Musikrichtungen und erntet dabei  Riesenapplaus. Bei Frank Sinatras „So leb dein Leben“ und „Can you feel the love tonight“ geht ein Raunen durch die Menschen – langsam bewegend lässt man sich berieseln. Sehr beeindruckend, seine Show!

Österreichs „Ulk-Nudel Nr.1 , JazzGitti“, ist privat alles andere als das, nämlich eine ernstzunehmende, intelligente, disziplinierte Powerfrau, der spezielle Hochachtung, Respekt und Wertschätzung gebührt. Diese Erkenntnis hat auch der Großteil des Publikums, besonders für die etwas molligeren Damen (die Männer drehen sich schmunzelnd zur Seite) ist sie ein echtes Vorbild. Bei dem Stichwort „Schlankheitsdiäten“ antwortet sie: „ Man muss es nur tun!“ Und Recht hat sie! Sie bewundert mein Dirndl – ich bestaune ihr blau besticktes Designerkleid, das sie ausgenommen schlank erscheinen lässt und während sie sich Richtung Bühne bewegt, ruft sie mir noch zu: „Aber Sie nehmen um Gottes Willen nicht ab!“ Ich wünsche ihr alles Gute, sie winkt zurück.
Ihre Show ist „gittimäßig“: temperamentvoll, professionell, ein Highlight für sich. Ihre Aussagen humorvoll, oft ergreifend, ernsthaft. Besonders ihr Aufruf zu Frieden und Liebe, zu Zusammenhalt und Verständnis am Ende ihres WiSo-Beitrages. Nach herzhaftem Lachen ist leichte Betroffenheit zu spüren.
Sie stellt sich für eine Autogrammstunde zur Verfügung.

Die Spannung steigt – Nik P. ist im Anmarsch!
Mit seinen Bandmitgliedern und seiner feschen dunkelhaarigen Begleiterin belagert er Backstage. Er lässt auf sich warten – dann – auf der Bühne, unter tosendem Applaus – wahrlich Österreichs „Stern“ am Pop-Himmel. 1998 das erste Mal in Tirol, mit „Ein Stern, der......“ 13 Wochen auf Platz 1 der Charts.
Im eleganten schwarzen Anzug, weißem Hemd, schwarzer Krawatte und auffallend silberfarbenen Stiefeln startet er sein Rock-Programm.
Die Menge tobt – das Warten hat sich gelohnt (23.30Uhr). Fulminant, eindrucksvoll, fesselnd, mitreißend – seine Songs! Jedes Lied für sich hat etwas Eigenständiges – erzählt eine Begebenheit, ein Schicksal aus seinem Leben! Er verabschiedet sich mit der Aufforderung, stets zu lächeln in dieser oft schweren Zeit. Seine Zugaben enden um 1.30Uhr, DJ Alex muss seine Disco absagen – in „Heidl´s Treff“ ist Fortsetzung. Aber die Meisten (Tiroler und einige Touristen) zieht es heimwärts, zufrieden, gut gelaunt, aber auch nachdenklich!

Bilder von der Veranstalltung: www.scenebilder.at

Herzlichst, eure Karin vom oetztal.at - Team

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