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Nur Gast auf Erden – Risiken des Winters

Nur Gast auf Erden – Risiken des Winters

Der erste Schnee im Ötztal ist gefallen, Skibegeisterte ziehen die ersten Schwünge in den Neuschnee am Gletscher, und das Motto im Ötztal bis zum Weltcup hin lautet: „All eyes on Sölden!“

Ein aktueller Fall aus dem Salzburger Pongau veranlasst uns, über Gefahren und Verantwortung im Gebirge zu informieren.
Zum Fall im Pongau: Ein Mann nahm in Begleitung seiner Ehefrau mit den Tourenski – trotz Unmengen von Neuschnee, folglich Lawinenstufe 3 – den steilen Hang der Sichelwand in Angriff. Der 63-jährige Mann trat eine Lawine los, welche die Frau begrub. Diese konnte nur noch tot geborgen werden. (die Lawinengeräte der beiden waren ausgeschaltet). Nun wurde der Salzburger auf fahrlässige Tötung und zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bedingt verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Dies sollte aktuell Anlass genug sein, über die Gefahren und Risiken vor jedem Ausflug ins Gebirge ausgiebig nachzudenken. Die Berge sind in ganz Österreich verschieden, die Risiken jedoch überall dieselben. Ein noch so schöner Tag, sensationelle Schneeverhältnisse, wunderbare Bedingungen; nichts ist es Wert, das wertvollste im Leben – einfach da zu sein – auf das Spiel zu setzen. Man sollte alle Risiken soweit wie möglich minimieren, und schon gar nicht das Glück herausfordern.

So sind alle Gäste und Einheimischen dazu angehalten, wieder zu begreifen, dass trotz der immer stärker werdenden Macht des Menschen, die Natur dieser nach wie vor übergeordnet ist. Vielleicht sollte das Sprichwort „der Mensch ist nur Gast auf Erden“, sich wieder stärker in den Kopf des Menschen eingeprägen.

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